Schlagwörter

Ursache und Wirkung

Ursache und Wirkung. Die beliebte Monokausalität zu Jahresbeginn.

Jahreswechsel haben es naturgemäß an sich, Menschen in übermütige Spontanität zu verführen. Sie gießen dann eifrigst unzählig viele bleierne Vorsätze, die – statistisch ja wasserdicht belegt – schon nach der Kausalitätsordnung nicht zusammenpassen; Ursache und (Aus-)Wirkung, eine einzig grauslige Obsession. Sich nichts vorzunehmen klingt anfänglich spießig fad, hat aber, nach längerer Beobachtungsdauer, eine geradezu befreiende Wirkung und garantiert über Monate, ja wenn nicht über Jahre hinaus eine vorzügliche Daseinsleichtigkeit.

Bei Neujahrsvorsätzen gilt ja allgemein hin ein goldene Regel: Nimm dir Vieles vor, verabschiede dich dann sukzessive von deinen Bürden. Ich persönlich stülpe über das Jahr 2014 eine Maxime, ein Motto, einen oder zwei Leitsätze: „Wie ich dir, so du mir“ oder „Nütze deinem Nächsten, wie dir selbst.“ Folgerichtig, und nach dem mathematischen Gesetz der „Normalverteilung“ zu orakeln, ist davon auszugehen, dass – eben kausal gesehen – mir viel Gutes im neuen Jahr widerfahren wird.

… euer Hubert Dorninger