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Dorninger schreibt im querdenkraum von Werner Pfeffer

Werner Pfeffer – für mich einer der größten Querdenker – und ich kennen einander seit 22 Jahren. Wir lernten uns im Reklamebüro kennen – ein Diamant am Linzer Full-Power-Werbeagentur-Kollier in den 1990er und 2000er-Jahren. In den sieben Jahren werblicher Entwicklung, die ich im stylischen Agentur-Hot-Spot im Donauplexx verbringen durfte, lernte ich viel kennen, auch fürs Leben, wie sich später herausstellen sollte – eben auch Werner Pfeffer.

Auf Wiedersehen
Werner und ich verloren uns vorübergehend aus den Augen, so ist halt das Leben. Allerdings fanden wir uns Anfang 2013 wieder, nämlich deshalb, weil das „Heimweh“ mich und mein Office aus der Linzer Innenstadt zurück ins charismatische Hafenviertel trieb; dorthin zurück, wo sich meine kreative Laufbahn zu manifestieren begann. Ich stellte also dort meinen Schreib-Tisch auf und ganz „zufällig“ war schon seit Dekaden ein Haus weiter Werners kleine feine Denkwerkstatt dort eingerichtet.

En passant: Das charmante Hafenviertel ist ein Arbeits- und Kreativ-Biotop mit einem enormen Ökonomie-Bizeps. Ich bin davon überzeugt, dass diese Linzer Perle in den kommenden Jahren noch viel attraktiver werden wird.

Gemeinsam vorausnachdenken
Wir besuchten uns oft und diskutierten ausgiebig. Was ist Kreativität, wer ist kreativ? Wir sinnierten auch über Kunst und „kreative“ Inszenierungen abseits des Mainstreams. Und wir tauschten uns rege über das Schreiben, über Texte aus. Braucht es nicht gerade da klare verständliche Formulierungen und Botschaften, die es zu verbreiten gilt? Letzteres betrifft und fordert mich und meine Texte immer wieder. Aber zurück zum Querdenken.

Unsere Begegnungen erhellten unzählige Bürostunden und waren, im Rückspiegel betrachtet, die heimliche Urquelle des späteren Querdenkens in Buchformat – aber zu diesem Zeitpunkt wussten wir das noch nicht. Was wir wussten, war, dass wir aus zwei Büros eines machten, und aus ganzen Betriebskosten halbe. Denn damals nutzen wir jeder unsere „Denkzentralen“ ohnehin nur halbtags – zum Nichtbenützen reicht auch ein Gemeinschaftsoffice.

Vom Denkritual zum Coworking-Place
Eines Tages erzählte mir Werner, er habe ein Buchprojekt in der geistigen Pipeline, genauer gesagt in der Kopf-Cloud. Es sei aber schon sehr konkret: Es wird eine Bündelung des Andersdenkens sein. Nein, noch besser, es wird eine „querDENK-Top-Arena“ samt Ideensandkiste werden. Ich las das erste Skript und war ganz angetan ob der fantastischen, beherzten Anleitung fürs „Querdenken zum Selberdenken“. Wie einfach, was mir lange Zeit so kompliziert erschien – bis aufs G’schriebene selbst.

Ich kannte Werners puristische Kunstsprache ja schon, sie ist tiefgründig und oft von Poesie getragen. Was aber machen jene, die sie nicht kennen? Ich quittierte die freundliche Leseeinladung und bekrittelte höflich – ungefähr so: „Ich bin überzeugt, das Buch wird ein Renner. Auch liebe ich deine Kunstsprache. Aber all jene, die deine Sprache nicht verstehen, wird es spätestens auf Seite vier aus dem Buch schleudern. Ich denke mal: das sind zu viele!“ Das war der Beginn unseres Coworkings.

Einladung zur unlinierten Reise
Werner lud mich ein sein Skript zum Buch zu „übersetzen“; ich durfte also Hand an sein persönliches Werk legen. Für mich ein Vergnügen höchsten Ranges, und wo es den Lesefluss begünstigte und der Unterhaltung diente, schrieb ich fröhliche Zeilen mit meinem Sound. Aber immer im schwungvollen Werner-Sprachwalzer (nicht zu verwechseln mit dem „Weana-Walzer).

Der querDENKRAUM® – die Ideallinie zur eigenen Kreativität
Jetzt dann im Dezember jährt es sich zu ersten Mal, dass das Buch „querDENKRAUM®“ erschien. Und es wurde, wie prophezeit, ein Hit. Manch einer spricht sogar vom (ich zitiere anonym) „Blockadebrecher für Innovations- und Kreativitätsprozesse“. Werner spinnt immer noch am dichten Terminnetz und pendelt wöchentlich zwischen Wien und Bregenz, um querDENKRAUM®-Workshops abzuhalten. Kürzlich lud das Schauspielhaus Salzburg zur Weltpremiere: der „querDENKRAUM® als Publikumsformat im Theater“!

Ich bin stolz darauf, Teil dieses Kreativitäts-Panoptikums zu sein!
Hier noch meine Empfehlung: www.wernerpfeffer.at

Und warum Querdenken schön macht? Weil es eine Gedankenwiese öffnet, die, frei nach Goethe, den Geist dazu einlädt mit der Weite des Ausblicks zu wachsen!

So. In der nächsten Geschichte erzähle ich Ihnen, wie ich meine beiden komplementären Leidenschaften zur Spezialdisziplin erhob.
Bleiben Sie dran, wenn Sie mögen, ich freue mich!

Ihr Hubert Dorninger
www.dorninger.cc