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Christian Maurer; Leiter CTC, Biuld: Dorninger

Wie ich meine beiden komplementären Leidenschaften zur Spezialdisziplin erhob.

Februar 2009 rief mich Mag. Max Kolmbauer, damaliger Leiter des Gesundheits-Clusters (heute Medizintechnik-Cluster) an und bat mich, mein Wissen übers Schreiben an eine seiner Kolleginnen weiterzugeben. Ich freute mich, fühlte mich geschmeichelt und nahm dankend an.
Das war allerdings nicht der eigentliche Grund, weswegen er mich anrief. Das für mich weitaus Erfreulichere wie Verführerische war, dass mich Max, den ich übrigens seit mindestens 20 Jahren verlässlich zu meinem Freundeskreis zähle, ins Netzwerk Umwelttechnik (ja, auch der Cleantech-Cluster fing einmal klein an) empfohlen hatte. Die Kommunikationsstelle wurde da neu besetzt, gerne auch durch Externe.

Bekömmliches Themenuniversum
Das zukünftige „Revier“ las sich überaus verlockend und war mit meinem Portfolio deckungsgleich: Pressemitteilungen, Web- und Newsletter-Texte, Nachberichte div. Veranstaltungen sowie die redaktionelle Begleitung und der Ausbau des Netzwerkmagazins „ZOOM“. Bei Letzterem war zudem ein komplementäres Gespür für Bild und Text gefordert.
Eine saftig grüne Spielweise also, die ich mit all meinem Können pflegen und zum Blühen bringen konnte. Der einstige Leiter des Netzwerks Jürgen Dienstl MSc und ich prüften einander und schon Mitte April 2009 war ich der Neue im Netzwerk-Team.

Netzwerkmagazin „ZOOM“
Wenn auch Team-Frischling, in meinem Bereich war ich es nicht, also ein Frischling. Als passionierter Corporate Publisher leuchtete mir das Potenzial des vierseitigen Magazins mittleren Ranges „ZOOM“ sofort entgegen. Mein geistiges Ziel, das Magazin von der „wir-müssen-das-machen,-weil-es-andere-auch-haben“-Positionierung wegzuführen, manifestierte sich in einem Konzept – auch in einem redaktionellen.

Das förderte, im Nachhinein gesehen nicht nur das Bewusstsein aller Beteiligten, sondern erleichterte auch ungemein die Recherchearbeit und beflügelte den Anzeigenverkauf. Die inhaltliche Arbeit wurde um ein Vielfaches leichter, transparenter und übersichtlicher. Um die Umstrukturierung nun endgültig auf die Spitze zu treiben, beschloss ich den für Außenstehende im ersten Moment eher waghalsigen Schritt, die Zeitschrift aus der Designagentur zu befreien, sie ins Haus zu holen und selbst Hand anzulegen.

Alles hinterfragen
Und weil ich schon so tief in die Sache eintauchte, alles Bisherige zu hinterfragen, stand auch der alles und nichtssagende Name „Zoom“ zur Diskussion. Klar, der Titel wollte einen inhaltlichen Tiefgang suggerieren – hineinzoomen, genau hinschauen, nachfragen, er- und aufklären. Allerdings: Die bisherige Zeitschrift hielt nicht, was der Titel versprach. Ein neuer Magazintitel musste her. Einer mit dem man Geschriebenes bzw. journalistisch aufgebaute Beiträge sowie eine Regelmäßigkeit sofort assoziieren würde.

Das „Magazinschicksal“ wedelte mit dem Zaunpfahl, denn in der Zwischenzeit wurde aus dem Netzwerk Umwelttechnik ein Cluster – der UC Umwelttechnik-Cluster. Der einfache, pragmatische und trotzdem alles umfassende Titel „UC-Journal“* erschien mir angesichts dieser „Umstellung“ willkommen – auch wenn die prognostizierten Erscheinungsintervalle geringer ausfielen, als es ein „Journal“ naturgemäß signalisiert.

Die Wirrnisse der Vergangenheit waren nun ausgeräumt. Jeder wusste, worum es ging, was auf sie/ihn zukam und darüber hinaus, was sie/er zu tun hatte, um diese Zeitschrift wachsen zu lassen. Außerdem: Redaktionelle Pläne in Form von Mediadaten, sofern öffentlich mit Themenschwerpunkten, Abgabe- und Erscheinungsdaten sowie Charakteristika des Magazins versehen, besitzen die vorzügliche Eigenschaft, nicht nur Abonnenten, sondern auch zahlungswillige Inserenten anzulocken.

Fazit: Veränderungen tun gut
Heute liegen neun Jahre und 21 erfolgreich geschriebene und designte Ausgaben hinter mir. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Die nächste Geschichte erzählt Ihnen, wie ich durch einen Artikel im UC-Journal 2/2012 einen Kunden gewinnen konnte, für den ich immer noch schreibe …

Bleiben Sie dran, ich freue mich!

Ihr Hubert Dorninger
www.dorninger.cc

*Zwei Anmerkungen:
Mit Beginn 2016 bekamen alle Cluster- und Netzwerkmagazine ein einheitliches Editorial Design von der Linzer Werbeagentur Reichl & Partner.

Aktuell heißt das Magazin „CTC-Journal“, da sich Anfang 2017 der Ökoenergie- und Umwelttechnik-Cluster zum „CTC Cleantech-Cluster“ vereinten.

Fotocredit: Hubert Dorninger mit iPhone 6s Plus, bearbeitet mit Snapseed